Gott hat sich Gedanken über die verschiedenen Arten von Opferungen gemacht, die möglich sind. Wenn jemand ein Brandopfer bringen will, kann er dafür ein fehlerloses Rind wählen oder ein fehlerloses männliches Schaf oder eine ebensolche Ziege. Auch Turteltauben und Felsentauben können genutzt werden, bei denen Geschlecht und Fehlerlosigkeit keine Rolle spielen.

Bei Heilsopfern sind fehlerlose Rinder willkommen, wobei wiederum das Geschlecht egal ist. Das Gleiche gilt auch für Kleinvieh, also für Schafe und Ziegen. Bei Speiseopfern muss die Gabe aus Weizenfeinmehl bestehen, gemischt mit Öl und Weihrauch. Im Ofen gebackene Opfer bestehen außerdem zusätzlich aus ungesäuertem Kuchen sowie ungesäuertem Brotfladen, ebenfalls in Öl. Wer hingegen Erstlingsfrüchte opfern will, achte darauf, dass es sich um geröstete reife Körner und Grütze aus frischen Körnern handelt.

Außerdem gibt es eine Reihe von Erläuterungen, wie man begangene Sünden loswerden kann.

Wenn ein Priester ohne Vorsatz gesündigt hat, sieht Gott folgenden Reue-Handlung vor: Er soll ein fehlerloses Jungtier opfern, wobei das Geschlecht egal ist.

Wenn „die ganze Gemeinde Israels ohne Vorsatz“ gesündigt hat: ein Jungstier.

Wenn ein Fürst ohne Vorsatz sündigt: fehlerloser Ziegenbock.

Wenn „jemand aus dem Volk“ ohne Vorsatz sündigt: fehlerlose Ziege. (Er kann auch ein Schaf wählen, das muss dann aber weiblich sein.)

Wenn jemand nachträglich merkt, dass er gesündigt hat: entweder ein weibliches Schaf oder eine Ziege.

Wer unbeabsichtigt ein Sakrileg begeht: fehlerloser Widder.

Wer beabsichtigt ein Sakrileg begeht, es aber bereut: ebenfalls ein fehlerloser Widder.

Zugleich wird auch auf die Armen Rücksicht genommen, denn: Wer sich kein Schaf leisten kann, darf auch zwei Turteltauben oder Felsentauben wählen (aber offenbar nicht je eine Turtel- und eine Felsentaube). Wenn es auch dafür nicht reicht, wäre auch etwas Weizenfeinmehl möglich.

Gott erläutert auch genau, wie all diese Opfer von den Priestern erbracht werden sollen. Er will dabei nichts dem Zufall überlassen. Und er ist noch längst nicht fertig mit seinen Überlegungen im Bereich Opferungen.

(Fortsetzung folgt…)